Richtigstellung

Autor: Herbert Brändli, B+B Vorsorge AG, 8800 Thalwil, Schweiz, 27. März 2009, Version 17. April


An Anschlusspartner, Versicherte und Makler der Profond

Profond verzeichnet per 31. Dezember 2008 eine Unterdeckung. Im Gegensatz zu vielen anderen betroffenen Pensionskassen, kommuniziert Profond ihre finanzielle Situation und die geplanten Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung transparent. Die wichtigste Botschaft an die Versicherten und Rentenbezüger lautet, dass sie keine Angst um ihre Leistungen haben müssen, weil Profond langfristig plant und disponiert. Kurzfristig können alle Leistungen erbracht werden, weil Profond jährlich viel mehr Einnahmen als Ausgaben hat. Einzelaustritte erhalten ihre gesamte Freizügigkeitsleistung, und für kollektive Austritte, die wegen Teilliquidationen vom negativen Deckungsgrad betroffen sind, sucht Profond verträgliche Lösungen.

Seit geraumer Zeit werden von einer Zeitung gegenteilige Meldungen  verbreitet, welche unter den Versicherten Unsicherheiten auslösen und Profond gegenüber anderen Sammelstiftungen, die in der gleichen Situation aber weniger transparent sind, in unvorteilhaftem Licht erscheinen lassen. Besagte Zeitungsmeldungen beruhen auf (bewussten) Fehlinterpretationen der offenen Berichterstattung von Profond und werden von Dritten unreflektiert übernommen und weiterverbreitet. Es ist uns darum ein Anliegen, diese rufschädigenden Anschuldigungen richtigzustellen. Gleichzeitig haben wir uns entschieden, Daten zur finanziellen Situation nur noch an Kunden weiterzugeben.

Unter der Überschrift «Die Sammelstiftung Profond saniert sich mithilfe und auf Kosten von Neukunden» unterstellt besagte Zeitung in Titel und Text, dass Vorsorgewerke, die sich letztes Jahr für Profond entschieden haben, über den Jahreswechsel CHF 40 Mio. Verlust erlitten hätten. Tatsächlich haben für die Betroffenen die eingebrachten Guthaben nicht an Wert verloren. Sie konnten sogar ansehnliche materielle Vorteile erzielen, weil sie 100 Prozent ihrer Guthaben zum Deckungsgrad, der noch genau bestimmt werden muss, von voraussichtlich 85 Prozent eingekauft haben.

Kapitalüberweisungen über dem Deckungsgrad werden den Neuanschlüssen als Sondervermögen gutgeschrieben. Bis der Deckungsgrad von Profond wieder ausgeglichen ist, besteht auf diesen Sondervermögen ein temporärer Verwendungsverzicht. Daraus ergibt sich eine Win-win-Situation, weil Profond ihren Deckungsgrad steigern und damit die vorübergehend gesperrten Mittel früher wieder frei geben kann. Die Steigerung des Deckungsgrads hingegen stellt Profond materiell nicht besser. Die vermeintliche Sanierung ist eine rein mathematische Konsequenz aus dem Neuzugang von gleich grossen Rechten und Pflichten bzw. Aktiven und Passiven.

Profond strebt mit einem abgerundeten Sanierungspaket eine wirtschaftlich sinnvolle Erholung des Deckungsgrads an. Die Projektion der Vermögensentwicklung stellt dabei nicht auf eine Performance von 6 bis 8 Prozent ab, wie von besagter Zeitung auch behauptet wird. Grundlage bilden aufgrund der geschwächten Realwirtschaft reduzierte Ertragserwartungen. Sanierungsbeiträge werden nicht einverlangt, weil den Not leidenden KMU und ihren Mitarbeitern nicht zusätzlich Mittel entzogen werden sollen, welche die Wirtschaft momentan dringend benötigt.

Profond plant einen Ausgleich der versicherungstechnischen Bilanz auf längere Sicht. Darum muss sie mit der bestehenden Unterdeckung im Interesse der Versicherten massvoll umgehen. Sie sucht beispielsweise nach Mitteln und Wegen, wie Zwangsaustritte verhindert werden können, um den Geprügelten der Wirtschaft wenigstens Verluste auf ihren Vorsorgeguthaben zu ersparen. Den Betroffenen soll mit einem freiwilligen Verbleib bei Profond die Chance eingeräumt werden, von der erwarteten, wenn auch nicht sofortigen Erholung der Finanzmärkte zu profitieren. Gerne informieren wir Sie bei weiteren Fragen.

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