Profond Sammelstiftung   … auf Kurs

Impressum: Dieser Artikel ist von Herbert Brändli, Geschäftsführer der B+B Vorsorge AG, Juni 2003

Vorsorgeeinrichtungen sind den Launen der Kapitalmärkte ausgesetzt. Zeitweilige Unterdeckungen sind die Folge aber keine Katastrophe.

Vorsorgeeinrichtungen sind den Launen der Kapitalmärkte ausgesetzt. Sie erleben kurzfristige Hoch und Tiefs. Die Deckungsgrade schwanken nach Börsenbooms und Börsencrashs. Zeitweilige Unterdeckungen sind die Folge aber keine Katastrophe. Das hat es in der Vergangenheit schon öfters gegeben, zum Beispiel während der Ölkrise oder nach dem Golfkrieg. Pensionskassen, die effizient geführt wurden, haben sich immer wieder erholt, wenn ihr Beitrags- Leistungsverhältnis im Gleichgewicht gewesen ist.

Im Zuge der lang andauernden Börsenflaute sind auch die Reserven der Profond bis zur Unterdeckung geschmolzen. Gesetz und Aufsicht verlangen angemessene Massnahmen damit die Bilanz wieder ins Gleichgewicht kommt. Ein schneller Ausgleich ist aber auch im Interesse der Versicherten. Starre gesetzliche Regelungen stehen dem entgegen. Sie verhindern ein angepasstes Verhalten der Vorsorgeeinrichtungen. Insbesondere die Freizügigkeit richtet sich nach einem Schönwettergesetz. Austretenden Versicherten muss immer die volle Austrittsleistung gewährt werden, was Unterdeckungen automatisch verstärkt.

Eine ausgeglichene Bilanz ist die Voraussetzung für ein gesundes Wachstum. Der Deckungsgrad ist aber kein geeigneter Gradmesser für die Qualität von Pensionskassen und ihre Leistungen. Ein besseres Bild vermitteln die Effizienz der Verwaltung und Vergleiche von Erreichtem mit den Zielen. Aus dieser Warte ist die Profond nach wie vor auf Kurs. Sie kann auf erfolgreiche Jahre zurückschauen. Andere Pensionskassen, die ihre Überschüsse den Reserven zugeschlagen haben, stehen heute auf dem Papier vielleicht finanziell besser da. Dafür konnten die Mitglieder der Profond in der Vergangenheit von ausserordentlichen Erhöhungen ihrer Altersguthaben und Renten profitieren.

Auf Wunsch der Anschlusspartner von Profond wurden bisher die Beiträge tief gehalten und die Überschüsse im Rahmen des Möglichen verteilt. Sowohl den angeschlossenen Firmen als auch den Versicherten wurde damit ein dauernder zusätzlicher Nutzen zugeführt. Die Renten und Altersguthaben sind über mehrere Jahre überdurchschnittlich stark angestiegen. Sie haben ein Niveau erreicht, das über den Zielen liegt. Die Nullrunde im Jahr 2002 hat zwar einigen Staub aufgewirbelt, sie tut dem langfristigen Erfolg aber wenig Abbruch, wie das Beispiel eines Versicherten zeigt, der nach zehnjähriger Mitgliedschaft in der Profond im Berichtsjahr in Pension gehen durfte. top ↑

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