Im Interview mit «Le Temps» spricht Laurent Schlaefli über die wachsende Bedeutung von Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen und blickt auf das vergangene Jahr der Profond Vorsorgeeinrichtung zurück.
Im Interview mit «Le Temps» blickt Laurent Schlaefli, CEO von Profond und Präsident von inter-pension, auf die wachsende Bedeutung von Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen als zentrale Akteure der beruflichen Vorsorge. Nach der Ablehnung der BVG-Reform sieht er die Weiterentwicklung der Branche in gezielten Anpassungen in den Bereichen Governance, Transparenz und Ausbildung. Positiv bewertet er zudem den Wettbewerb zwischen den Vorsorgeeinrichtungen, da dieser Digitalisierung, effizientere Prozesse und innovative Leistungen fördere.
Er geht auch auf die regulatorischen Vorgaben ein, welche die Entscheidungsfreiheit der Stiftungsräte einschränken, und betont, dass sich inter-pension für klare und einheitliche Rahmenbedingungen einsetzt, die den Wettbewerb nicht verzerren. Dabei bleibe ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit durch ausreichende Reserven und einer attraktiven Verzinsung für die Versicherten entscheidend.
Mit Blick auf Profond hebt Schlaefli das starke Wachstum hervor: So stieg die Zahl der Versicherten im Jahr 2025 von 69’000 auf 92’000 und das verwaltete Vermögen auf 16,9 Milliarden Franken. Dieses Wachstum stärkt die Diversifikation und die Risikofähigkeit, kann jedoch kurzfristig Auswirkungen auf die Reserven haben. Im Jahr 2025 erzielte Profond eine Rendite von 5,3 Prozent, konnte aufgrund der regulatorischen Vorgaben jedoch lediglich 2,25 Prozent verzinsen. Deshalb hat Profond ein Gerichtsverfahren initiiert, um die rechtlichen Rahmenbedingungen überprüfen zu lassen. Laurent Schlaefli betont, dass die Festlegung der Verzinsung gesetzlich in der Verantwortung des Stiftungsrats liege.
Lesen Sie hier das ganze Interview (nur auf Französisch)